JUHA

Finnland 1999; Regie: Aki Kaurismäki; Drehbuch: Aki Kaurismäki nach Juhani Aho; Kamera: Timo Salminen; Schauspieler: Sakari Kuosmanen, Kati Outinen, André Wilms, Ona Kamu, Outi Mäenpää; Produzent: Aki Kaurismäki; Musik: Anssi Tikanmäki; 77 Min., 35mm; Schwarzweiß; 77min; finn.OF mit dt. Zwischentiteln
Ohne Altersbeschränkung

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Wo die Sonne besonders hell strahlt, die Kohlköpfe besonders rund sind und die Menschen besonders zufrieden auf ihr Tagewerk blicken, da ist der sowjetische Stummfilm nicht weit, in dem Mutter Erde im Namen der Landkollektivierung gehuldigt wurde. Wo die Welt noch in Ordnung ist, da beginnt auch Aki Kaurismäkis neuer Film, der unübersehbar Anspielungen auf Dowshenkos ERDE, Griffiths BROKEN BLOSSOMS oder Murnaus SUNRISE enthält. Und wenn die Hauptdarstellerin Kati Outinen alias Marja im Norwegerpullover hinter Sakari Kuosmanen alias Juha im Schottenmusterhemd auf dem klapprigen Motorrad zum Markt fährt, um ihre Kohlköpfe zu verkaufen, dann scheint die Idylle perfekt zu sein. Doch das währt nicht lange, schon ist der unheilvolle Dritte unterwegs: Der Verführer mit dem Namen Shemeikka, mit schwarzer Sonnenbrille und Sportwagen, bricht laut und rücksichtslos in das Paradies ein - mit kaputtem Motor. Juha repariert Shemeikkas Auto. Aber anstatt dankbar zu sein, versucht der verschlagene Zuhälter Juhas Frau in die städtische Bordellwelt zu entführen.
Dreihundert Filmklassiker im Gedächtnis: Diese Grundausstattung empfiehlt Kaurismäki dem Publikum von JUHA. Der Film ist von Renoir und Buñuel inspiriert, von Dowshenko, Welles und Chaplin. JUHA ist die Verfilmung des gleichnamigen fininischen Klassikers von 1911, Kaurismäkis Version spielt im 20. Jahrhundert und ist eine Hommage an das Stummfilmkino mit Orchesterbegleitung des Komponisten Anssi Tikanmäki.

Der Film lief zuletzt am 14.11.2002.

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