KOSOVA TRANSIT
KOSOVA TRANSIT. ERZÄHLUNGEN UND BILDER VON FRAUEN AUS KOSOVA
Österreich 2001; Regie: Susanne Guggenberger; Kamera: Christine A. Maier; Schauspieler: Schnitt: S. Guggenberger, Julia M. Pontiller; 78 Min., Digi Beta, Farbe, 78 min; alban.OmU Ohne Altersbeschränkung
Sechs Frauen aus der albanisch-kosovarischen Mittelschicht erzählen vom Alltag in Kosova: eine erfahrene Frauenaktivistin, eine engagierte Fernsehredakteurin, eine kritische Gynäkologin, eine lebenshungrige Malerin, eine traumatisierte Musikstudentin und eine junge Polizistin. Die Porträts entwerfen das Bild eines Landes, das in der üblichen Berichterstattung kaum vorkommt. Die Frauen erinnern sich an ihre Kriegserlebnisse und an die Zeit vor dem Eingreifen der NATO. Es entstehen dabei fragmentarische Einblicke in die vielschichtigen Entwicklungen der Frauen. Gedreht wurde mit einem Frauenteam im März 2001.
Die Provinz Kosova steht seit 1999, mit Ende der Nato-Bombardierungen, unter internationaler Verwaltung durch UNMIK und KFOR. Durch den Aufbau demokratischer Strukturen bekommen insbesondere Frauen in Städten Möglichkeiten, ihr Betätigungsfeld zu erweitern. Die Entwicklungen zwischen Stadt und Land klaffen zwar weit auseinander, aber die Frauen versuchen, dem entgegenzuarbeiten.
"Die Notwendigkeit diesen Film zu machen, entstand bei meinem ersten Besuch in Kosova. Ich erwartete ein zerstörtes Land, begegnete aber vor allem starken Frauen. Ihr Bewusstsein und das Engagement für ihre eigenen Anliegen im Rahmen einer patriachalen Ordnung überraschte und faszinierte mich. Die Frauen, die ich kennen gelernt habe, sind in Kosova selbst eine privilegierte Gruppe, da der städtische Raum Bildungsmöglichkeiten öffnete. Aber es sind auch jene Frauen, die das zukünftige Kosova prägen werden."
Regisseurin Susanne Guggenberger
Der Film lief zuletzt am 18.10.2002.
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