JIN-ROH

Japan 1998; Regie: Hiroyuki Okiura; Drehbuch: Mamoru Oshii; Kamera: Hisao Shirai; Produzent: Ishikawa, Sugito u.a.; Musik: Hajime Mizoguchi; 98 Min., 35mm; Farbe; 98 min, japan. OmU
Ohne Altersbeschränkung



Japan, zehn Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Es verhärten sich die Fronten zwischen Regierungsgegnern und der Polizei, unter Einsatz scharfer Waffen eskalieren die Zusammenstöße in den Straßen. Ein junges Mädchen verübt vor den Augen des Anti-Terror Polizisten Fusé ein Selbstmordattentat - den läßt das Bild des Mädchens nicht mehr los; er besucht ihr Grab und trifft dabei auf ihre ältere Schwester, mit der er eine ungewöhnliche Affäre beginnt.
Der Drehbuchautor von JIN ROH ist Mamoru Oshii, der Regisseur des Manga-Films GHOST IN THE SHELL (1995). Die Umsetzung seines Themas überließ er dem Key Animator von AKIRA (19988), Hiroyuki Okiura. Enstanden ist ein Anime, das alle Erwartungen sprengt: Zunächst hat man noch den Eindruck, dass JIN ROH in Zeiten von Computeranimation durch die Zeichnung der Charaktere ganz ohne Schatten etwas altmodisch wirkt. Doch je mehr Einblick in die Gefühlswelt der Hauptfigur gewährt wird, je mehr der Zuschauer dessen vorgegebenes Schicksal zu erkennen vermag, desto stärker wird man von der intensiven Story ergriffen.
"manga" und "anime" sind allgegenwärtig im Alltag Japans. Wenn man zu einer Behörde geht, hilft einem ein Informations-"manga" durch den Bürokratenwust. Statistisch ist Japan das einzige Land weltweit, wo am meisten Papier für Comics verbraucht wird - mehr noch als für Bücher und Klopapier.

Der Film lief zuletzt am 09.09.2002.

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