POLLOCK

USA 2000; Regie: Ed Harris; Drehbuch: Steven Naifeh, Gregory White Smith, Barbara Turner, Susan Emshwiller; Kamera: Lisa Rinzler; Schauspieler: Ed Harris, Marcia Gay Harden, Amy Madigan, Jennifer Connelly, Jeffrey Tambor, Bud Cort, John Heard, Val Kilmer; Produzent: Allen, Bastian, Berner u.a.; Musik: Jeff Beal, Tom Waits; 121 Min., 35mm; Farbe; 121 min; engl.OmU
Ohne Altersbeschränkung



Jackson Pollock war Amerikas erster Kunststar. Seine Bilder schockierten die Kunstszene der späten 40er, frühen 50er Jahre. Er spritzte, goss oder kleckste Farbe auf die Leinwand. Letztere verlagerte der Erfinder des Actionpaintings auf den Boden - und füllte diese mit vermeintlich zufällig hinabtropfender Farbe. Der Schauspieler Ed Harris, bekannt etwa aus APOLLO 13, THE ABYSS, THE TRUMAN SHOW oder zuletzt A BEAUTIFUL MIND, präsentiert mit seinem Debutfilm POLLOCK ein vielgepriesenes Porträt des 1956 bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Künstlers. Im Mittelpunkt des Films steht Pollocks Beziehung zur Malerin Lee Krasner. Sie ist es, die ihn aus der Psychiatrie holt, und ihre eigene künstlerische Arbeit zurückstellt, um sich um ihn und seine Karriere zu kümmern. Nach ersten Erfolgen bei der Kritik nimmt ihn die Kunstsammlerin und Galeristin Peggy Guggenheim unter Vertrag. Krasner und Pollock heiraten und ziehen in ein Bauernhaus in East Hampton. Hier, in Abgeschiedenheit und freier Natur, vollzieht sich jener stilistische Durchbruch des Malers, der die moderne Kunst umwälzen sollte. Doch seine Ehe bleibt ein Balanceakt zwischen Alkoholexzessen, Selbstzweifeln, Depressionen und künstlerischen Erfolgen.
POLLOCK ist nicht nur ein fesselndes Porträt des ersten amerikanischen Star-Künstlers, sondern zugleich auch eine einfühlsame Darstellung des Künstlertums im New York der 40er und 50er Jahre. In der Hauptrolle ist hierbei der Regisseur selbst zu sehen. Harris, der dem Maler physisch unglaublich ähnelt, schlüpft nicht nur in die Haut, sondern gleichsam in den Geist des gequälten, selbstzerstörerischen und brillianten Künstlers. "Die Verwandlung ist so perfekt, dass man meint, eine kürzlich entstandene Dokumentation über Pollock zu sehen und keinen Spielfilm", schreibt der Filmkritiker Peter Brunette. Für seine Darstellung wurde Harris dementsprechend auch als "Bester männlicher Darsteller" für einen Oscar nominiert.
"Eines habe ich über Pollocks Kunst gelernt", so Regisseur Harris über seinen Film: "Jackson lebte nach der tiefen Überzeugung: ‚Ich benutze nicht den Zufall, weil ich den Zufall leugne.' Man kann sich mit Pollocks Werk nicht annähernd beschäftigen, wenn man nicht jedem Guss, jedem Klecks, jedem Wurf, jedem Zittern, jedem Spritzer und jedem Strich eine spezifische Bedeutung beimisst."
www.pollock-der-film.de

Der Film lief zuletzt am 05.08.2003.

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