A BOUT DE SOUFFLE

AUSSER ATEM

Frankreich 1959; Regie: Jean-Luc Godard; Drehbuch: Jean-Luc Godard, Francois Truffaut; Kamera: Raoul Coutard; Schauspieler: Jean-Paul Belondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Jean-Pierre Melville, Henri-Jaques Huet, Jean-Luc Godard; Produzent: Gorges De Beauregard; Musik: Martial Solal; 90 Min., OF Französisch mit UT in Deutsch
FSK 12

Kurz


Godards Debütfilm leitet im Jahr 1959 gleichsam die Nouvelle Vague ein. Das Drehbuch zu diesem Meilenstein des Kinos schrieb Godards damaliger Weggefährte Francois Truffaut: Es handelt von einem Mann, der einen Polizisten ermordet, und auf seiner Flucht eine hübsche amerikanische Journalistin trifft, die ihm schließlich zum Verhängnis wird. Aber nicht was Godard erzählt, sondern wie er dies tut, macht den Zauber dieses Films aus. Godard bricht mit sämtlichen Regeln des damaligen Kinos und er erfindet Bilder und Dialoge, die sich unauslöschlich ins Kinogedächtnis eingeschrieben haben, allen voran Jean Seberg, die auf der Champs-Èlysées die New York Herald Tribune verkauft. In A BOUT DE SOUFFLE passiert Kino – mit einer Poesie, Leidenschaft und Unmittelbarkeit, die bis heute nichts von ihrer Frische verloren haben

Inhalt


Ende der 50er hatte eine Gruppe junger Männer einen Traum vom Kino: Als Filmkritiker schrieben sie in den CAHIERS DU CINEMA gegen das langweilige Qualitätskino der Vätergeneration und forderten eine Erneuerung aus dem Geiste des US-amerikanischen Genrefilms und der wirklichen Welt. Aus den Filmkritikern wurden in der Folge Regisseure - und aus dem Traum vom Autorenfilm eine der prägendsten Filmepochen: die Nouvelle Vague. Jener Film, der im Jahr 1959 die Nouvelle Vague eingeleitet und am nachhältigsten geprägt hat, ist Jean-Luc Godards A BOUT DE SOUFFLE. Das Drehbuch zu diesem Meilenstein des Kinos schrieb Godards damaliger Weggefährte Francois Truffaut: Es handelt von einem Mann, der einen Polizisten ermordet, und auf seiner Flucht auf eine hübsche amerikanische Journalistin trifft, die ihm schließlich zum Verhängnis wird. Aber nicht was Godard erzählt, sondern wie er dies tut, macht den Zauber dieses Films aus. Mit waghalsigen Schwenks, Bildsprüngen und impulsiven Kamerafahrten durch die Straßen von Paris bricht der Film sämtliche Regeln des damaligen Kinos. Zahlreiche Bilder und Dialoge von A BOUT DE SOUFFLE haben sich unauslöschlich ins Kinogedächtnis eingeschrieben: Jean Seberg, die auf der Champs-Èlysées die NEW YORK HERALD TRIBUNE verkauft, oder: Jean-Paul Belmondo, der vor einem Humphrey-Bogart-Kinoplakat die Gesten seines Idols nachahmt. "Between grief and nothing, I will take grief", zitiert Seberg einmal William Faulkner, und Belmondo wird ihr antworten: "Ich würde das Nichts vorziehen, denn das Leiden ist ein Kompromiss!" In A BOUT DE SOUFFLE passiert Kino - mit einer Poesie, Leidenschaft und Unmittelbarkeit, die bis heute nichts von ihrer Frische verloren haben!

Der Film lief zuletzt am 18.05.2008.

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