HUNDSTAGE

Österreich 2001; Regie: Ulrich Seidl; Drehbuch: Veronika Franz, Ulrich Seidl; Kamera: Wolfgang Thaler; Schauspieler: Alfred Mrva, Maria Hofstätter, Georg Friedrich, Christine Jirku, Viktor Hennemann; Produzent: Philippe Bober, Helmut Grasser; Musik: Markus Davy; 120 Min., OF Deutsch
FSK 16

GROSSER PREIS DER JURY Venedig 2001
Bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig erhielt Ulrich Seidl für HUNDSTAGE den "Großen Preis der Jury", gleichzeitig löste sein erster Spielfilm kontroversielle Reaktionen beim Publikum aus. Aufgrund der "Echtheit" seiner Bilder und der provozierenden Inhalte war sein Beitrag für viele einer der Höhepunkte des Festivals, bei anderen rief der Film Ablehnung oder Empörung hervor. Die Beharrlichkeit und Intensität, mit der er seit Jahren ungerührt bis ins Innerste seiner ProtagonistInnen dringt (wie z. B. in TIERISCHE LIEBE, 1995 oder MODELS, 1999), hat ihn international zu einem der meistbeachteten Filmemachern gemacht. Im Mittelpunkt seiner Geschichten stehen Menschen am Rande der Gesellschaft, einsame Menschen, Außenseiter.
Mit HUNDSTAGE setzt Seidl seinen Erzählstil auf fiktiver Ebene fort und verdichtet seine langjährigen Beobachtungen und Themen zu sechs Geschichten, die, ineinander verwoben, Fragmente aus dem Alltag seiner skurrilen Protagonisten erzählen. Ulrich Seidl siedelt HUNDSTAGE in einer typisch suburbanen Wohngegend an. Es
herrscht eine unerträgliche Hitzewelle. Einige braten in der Sonne, andere ziehen sich in ihre abgedunkelten Wohnräume zurück, um dort ihren Alltag weiterzuleben, Sex zu haben oder die Zeit totzuschlagen. Über den Zeitraum eines Wochenendes wird das Publikum Zeuge von komplizierten Beziehungsgeflechten, Einsamkeit und menschlichen Abgründen, die sich unter der sengenden Sonne auftun . . .
"Dass Seidl einen relativ schonungslosen Film gedreht hat, wird im Kontext seiner bisherigen Arbeiten kaum überraschen. HUNDSTAGE ist ein körperlicher Film, nicht nur, weil er Körper so sehr ins Zentrum rückt, sondern auch, weil er dem Zuschauer über die spürbare, bewegte Präsenz der Kamera quasi doppelt nahe rückt. Seidl stellt sich auf die Seite seiner Figuren und findet Bilder für sie, die neben mancher Entblößung auch eine tiefe Traurigkeit und Schönheit vermitteln."
(Isabella Reichert, Der Standard)
www.hundstage.at

Der Film lief zuletzt am 19.03.2010.

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