VENGO
Spanien/Frankreich 2000; Regie: Tony Gatlif; Drehbuch: Tony Gatlif; Kamera: Thierry Pouget; Schauspieler: Antonio Canales, Orestes Villasan Rodriguez, Antonio Perez Dechent, Bobote, Juan Luis Corrientes; Musik: Tomatito, Sheikh Ahmad Al Tuni, La Caita, Gritos de Guerra u.v.a. SänderInnen und MusikerInnen aus Andalusien; 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch FSK 12
»VENGO ist ein Schrei, ein Gesang, ein Loblied auf das Leben, die Liebe, die Trauer und den Preis des Blutes. Eine Hymne auf den mediterranen Süden«, so beschreibt Tony Gatlif sein andalusisches Epos über den Flamenco. Im tiefsten spanischen Süden lebt Caco im Kreis seines Clans. In seiner Familie herrscht große Trauer über den Tod von Cacos Tochter. Caco selbst scheint daran zu zerbrechen, lediglich ausgelassene Feste, Frauen und der Flamenco lassen ihn den Schmerz für kurze Zeit vergessen. Caco macht die Familie Caravaca für den Tod seiner Tochter verantwortlich. Und der Ehrenkodex der Familie schreit nach Blutrache. Der Versuch, sich aus diesem Schicksal zu befreien, scheitert. Im Rhythmus des Flamenco wird dem Schmerz Luft gemacht. VENGO ist, wie Tony Gatlifs preisgekrönter Film GADJO DILO (1997), ein zutiefst authentischer und intensiver Film über Menschen und ihre kulturelle Verwurzelung. Geballte Lebenslust, aber auch Schmerz und Leid vereinen sich im Flamenco und spiegeln damit das Herz andalusischer Kultur wieder.
Der Film lief zuletzt am 22.05.2009.
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